
Die INRAE-Mail basiert auf der Microsoft Exchange-Infrastruktur und verwendet das interne LDAP-Verzeichnis des Instituts, um jeden Mitarbeiter zu authentifizieren. Der Zugriff auf das Webmail setzt das Beherrschen von drei Elementen voraus: dem genauen Format der Benutzerkennung, dem LDAP-Passwort und der mittlerweile für alle Konten vorgeschriebenen Multi-Faktor-Authentifizierung.
LDAP-Login-Format und häufige Eingabefehler im INRAE-Webmail
Die Adresse des Webmails lautet messagerie.inrae.fr. Sobald die Seite geladen ist, erwartet das Anmeldefeld ein genaues Format: INRAbenutzername (zum Beispiel INRAdupont). Der Backslash ist der französische Tastatur-Backslash, den man mit Alt Gr + 8 erhält. Die Verwendung eines normalen Schrägstrichs oder das Vergessen des INRA-Präfixes führt zu einer stillen Ablehnung, ohne eine explizite Fehlermeldung.
Das zugehörige Passwort ist das des LDAP-Kontos, dasselbe, das auch für den Zugriff auf andere interne Ressourcen des Instituts verwendet wird. Es handelt sich nicht um ein Passwort, das speziell für das Webmail gilt. Jede Zurücksetzung des LDAP-Passworts ändert daher auch den Zugriff auf die E-Mail.
Ein detaillierter Leitfaden erklärt die Anmeldung bei der INRAE-Mail mit den entsprechenden Screenshots, was hilfreich sein kann, wenn Zweifel an der Benutzeroberfläche bestehen.
INRAE-Multi-Faktor-Authentifizierung: TOTP oder FIDO2 aktivieren
Der Zugriff auf das INRAE-Webmail erfordert jetzt eine verpflichtende Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Zwei Methoden werden angeboten: TOTP und FIDO2. Die Auswahl erfolgt bei der ersten Anmeldung und bestimmt alle folgenden Anmeldungen.
TOTP: Mobile App zur Generierung eines temporären Codes
TOTP verwendet eine Authentifizierungs-App, die auf einem Smartphone installiert ist. Bei der Aktivierung zeigt das MFA-Portal einen QR-Code an, der mit der App gescannt werden muss. Jede Anmeldung erfordert dann einen sechsstelligen Code, der einige Dutzend Sekunden gültig ist.
- Zu den kompatiblen Apps gehören FreeOTP, Microsoft Authenticator oder jede App, die dem TOTP-Standard entspricht
- Der Code erneuert sich automatisch, sodass keine Speicherung über die sofortige Eingabe hinaus erforderlich ist
- Im Falle eines Telefonwechsels muss die MFA von einem bereits authentifizierten Arbeitsplatz aus reaktiviert oder der IT-Support der Einheit kontaktiert werden

FIDO2: Physischer Sicherheitsschlüssel
FIDO2 basiert auf einem physischen Schlüssel (USB oder NFC), der zum Zeitpunkt der Anmeldung an den Terminal angeschlossen oder herangeführt wird. Diese Methode ist nicht von einem Smartphone abhängig und funktioniert sogar ohne mobiles Netzwerk.
FIDO2 bleibt die zuverlässigste Methode, wenn das Telefon nicht verfügbar ist. Der Schlüssel muss nur einmal im MFA-Portal registriert werden, danach wird er bei jeder Anmeldung ohne zusätzliche Maßnahmen erkannt.
Technische Anforderungen des Browsers für die INRAE-Mail
Das MFA-Portal und die Benutzeroberfläche des INRAE-Webmails stellen Anforderungen an den Browser. Das Ignorieren dieser Voraussetzungen führt zu weißen Seiten oder Umleitungen.
JavaScript muss im Browser aktiviert sein. Ohne ihn laden weder das Authentifizierungsformular noch das MFA-Portal. Die akzeptierten Browser sind Chrome, Firefox und Edge in ihren aktuellen Versionen.
Script-Blocker-Erweiterungen (wie NoScript oder uBlock im strengen Modus) können das Laden des Formulars verhindern. Es muss die Domain inrae.fr zur Whitelist hinzugefügt werden, bevor man versucht, sich anzumelden.
- Vorübergehend jedes persönliche VPN deaktivieren, das die DNS-Auflösung der Domain inrae.fr stören könnte
- Bei einem gemeinsam genutzten Arbeitsplatz ein privates Fenster verwenden, um Konflikte bei der Sitzung zu vermeiden
Outlook oder Thunderbird als IMAP mit dem INRAE Exchange-Server konfigurieren
Das Webmail ist nicht der einzige Zugang. Ein lokaler E-Mail-Client (Outlook, Thunderbird) bietet Offline-Zugriff und eine genauere Verwaltung der Ordner. Die Konfiguration basiert auf dem IMAP-Protokoll in Verbindung mit dem Exchange-Server von INRAE.
IMAP-Einstellungen, die angegeben werden müssen
Im E-Mail-Client erfordert die Erstellung eines neuen Kontos die vollständige E-Mail-Adresse ([email protected]), den eingehenden IMAP-Server und den ausgehenden SMTP-Server. Der erwartete Verschlüsselungstyp ist TLS/SSL. Der Standard-IMAP-Port ist 993, der SMTP-Port ist 587.
Die Benutzerkennung bleibt im Format INRAbenutzername, identisch mit dem des Webmails. Das Passwort ist das des LDAP-Kontos. Einige Clients wie Thunderbird erkennen automatisch die Exchange-Einstellungen über die Autodiscover-Funktion, aber diese Erkennung schlägt manchmal hinter einem institutionellen Proxy fehl, was dazu führt, dass die Einstellungen manuell eingegeben werden müssen.

Kalender- und Verzeichnis-Synchronisation
Thunderbird ermöglicht den Import des INRAE-Kalenders und des LDAP-Verzeichnisses über spezielle Add-ons (z.B. TbSync). Der gemeinsame Kalender erleichtert die Planung zwischen Einheiten, ohne auf Drittanbieter-Tools zurückgreifen zu müssen. Die Synchronisation basiert auf dem CalDAV-Protokoll oder dem nativen Exchange-Connector, je nach gewähltem Modul.
Outlook, das in die Microsoft Office-Suite integriert ist, unterstützt Exchange nativ. Der Zugriff auf den Kalender und das Verzeichnis erfolgt automatisch, sobald das Konto hinzugefügt wird, ohne zusätzliche Konfiguration.
Die INRAE-Mail kombiniert ein spezifisches Login-Format, eine verpflichtende MFA und Browseranforderungen, die bei öffentlichen Webmails nicht vorkommen. Die Überprüfung dieser drei Punkte vor jedem Anmeldeversuch vermeidet die Mehrheit der an den IT-Support gemeldeten Blockaden.